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No(r)way - oder: so korrupt sind Fährmänner
Mittwoch, 17. Juni 2015, 22:16
Man man man...Was soll ich sagen: Gestern noch was von Räucherstäbchen für den norwegischen Wettergott erzählt und nun das. Aber wir sind ja selbst Schuld! Weil wir besagte Riechstangen nicht im mobilen Schrein vor unserem Womo (der Norweger sagt dazu "Bobil") gestellt hatten, bekamen wir heute Morgen um 5 die Quittung: Es fing an zu regnen. Das tat/tut es den ganzen Tag, wenn ich nicht stark, immer wieder. Dabei herrschte gestern noch eitel Sonnenschein auf unserem schnieken Campingplatz. Bestes Badewetter (bis zum Hundebauch)...

Die Sonne schien derart stramm, dass wir die Gelegenheit nutzten, gleich mal den ersten Waschtag einzulegen - also nicht unseren, sondern den unserer Ober- und Unterbekleidung, logo!


Der Tag verging und der Abend nahte. Auch El Sancho saß auf der Veranda seiner Hütte. Die letzte Cohiba war leider schon aus, dennoch blickte er zufrieden in den Fjord hinaus - seinen Fjord...

Dummerweise sind wir trotz des morgendlichen Regenbeginns (der Herr der rollenden Hütte sprang beim ersten Tropfen vor selbige und durfte mal eben noch Stühle, Tisch und Fahrrad vor möglichen herannahenden Fluten in Trockenheit bringen) wieder eingeschlafen. Punkt zehn Uhr wachte ich dann wieder auf. Ute sanftest, wie immer, in den Morgen geleitet ("Eh! Aufstehen! Wetter ist sch...! Wir müssen los!"). Um kurz nach elf noch vom Würzburger VW-Bus-Pärchen verabschiedet und ab in Richtung Westen.
Hier folgte beim Städtchen Hella (ob das die norwegische Partnerstadt von Lippstadt ist?) eine für mich neue Lektion in Sachen Autofahren - ja, auch das soll es geben! Die geht so: Wenn es zwei Fahrspuren in einem Hafen gibt, über dem jeweils ein Schild mit einer anders lautenden Ortschaft prangt, dann hat das einen Grund!!! Den erfuhr ich/wir ungefähr nach 15 Minuten. Erst freuten wir uns wie die Regenkönige, dass wir es gerade noch auf die Fähre geschafft hatten. Das Salär für die geschätzt fünfmüntige Überfahrt kam uns mit 15 Euro zwar etwas hoch vor, aber mei: Norwegen halt - dachten wir. Doch als sich der Pfeil auf unserem Navi plötzlich auf dem anderen Gegenüber des Fjords positionierte, dämmerte es uns: Wir hatten prompt das falsche Schiff geentert. Klasse! Wir hätten ja nur zuvor fragen müssen, auf welche Fähre wir müssen. "Hötte hötte Fahrradkötte" wie der Norweger sagt. Jetzt war es zu spät. Also freundlichen Fährmann gefragt wie und wo wir "unser" Ufer erreichen. "Kein Problem", sagte der. Einfach runter vom Kahn und gleich wieder drauf. Und in Hella nochmal das gleiche und dann sind wir auch schon eine Stunde später in Dragsvik. Schitt happens... Zwei Mal 15 Euro plus das Ticket für die korrekte Tour. Eine nett-sinnlose und überteuerte Fährfahrt bei Regen hat auch was...und darüber hinaus.




Doch der Meister des Billet zeigte sich überaus kulant: Er schenkte uns glatt die Rückfahrt und - wie sich dann noch herausstellte - auch die "korrekte" Hinfahrt. So viel Entgegenkommen rang auch mir einen Griff zum Geldbeutel ab. Als er wieder vorbei kam, ich schnell Fensterheber runter und ihm umgerechnet 5 Euro hingestreckt: "For a coffee!" Doch der höfliche Norweger blieb bescheiden: "No, thanks, it's ok", sprach's. Und im selben Atemzug warf er ein "But have you got beer?" hinter. Ich sah Ute an, Ute mich. Eigentlich kannten wir solche Art von Fragen nur aus sehr südlich bzw. östlich gelegenen Reisedomizilen. Aber stimmt, da war was! In jedem Reiseführer steht zu lesen, dass das Land Norwegen nur so vor Öl strotzt. Den Bürgern enthält der reiche Staat Øl (Öl gesprochen = Bier)), ziemlich vor. Mit anderen Worten es ist schweineteuer (0,5 l Dose im Supermarkt = 2 bis 4, im Lokal bis zu 10 Euro!). Geistesgegenwärtig ich ein "of course" dem Fährmann zugeworfen und flugs eine Dose herrlichen Billig-Pilseners aus dem Schrank gekramt (Edeka, 35 Cent). Raus aus dem Womo und dem guten Mann unauffällig (überall Kameras!) während eines Kassiervorgangs in die Manteltasche gesteckt. Wie kleine "Gastgeschenke" die Herzen der Menschen fremder Länder erwärmen können. Als wir entgültig vom Schiff fuhren salutierte er uns sogar. Ein toller Menschenschlag diese Norweger!!!
Ähnlich holprig wie bis hierhin gestaltete sich unsere Weiterfahrt. Merke: Entlang eines Fjords kann man alles machen, nur nicht Strecke! Mit einem 45er-Schnitt krochen wir schließlich nordwärds, weg vom Sogne- hin zum Nord-Fjord. Wie die Straßen hier sind? Fragt nicht! Während der Engländer/Ire/Schotte selbst bei schmalsten Straßen immer noch einen Mittenstrich hinlegt (auch wenn jede Seite dann nur noch 1,20 m breit ist), spart sich der Norweger das einfach. Motto: Doof ist doof und eng ist eng, da helfen keine Pillen. Die Krux dabei: Hier brettern auch 38-Tonner über diese asphaltierten Wanderpfade (wie das Foto unserer vorgestrigen "Schneewanderung" zeigt). Entsprechend erschreckend gestaltet sich die Fahrt von Moment zu Moment, wenn wieder so ein Riesenteil den Weg kreuzt, der häufig komplett einspurig ist (mit Ausweichbuchten wie in den Bergen).

Doch die Nordmänner haben die Situation notleidender Touristen offenbar erkannt und bauen vielerorts am (maroden) Straßennetz. Anders als bei uns steht man da dann auch mal ne viertel Stunde oder so und wartet bis man die Stelle nach dem Gegenverkehr passieren darf. Aber: Ein freundlicher Bauarbeiter erklärt einem in perfektem Englisch die Situation und wünscht sogar noch einen "nice day". Welcher deutscher (gibt es solche überhaupt noch?) Bauarbeiter macht das? - auch wenn der Blick zur Windschutzscheibe hinaus so wie der ganze Tag schon bisher in die Kategorie "Bescheiden" einzuordnen ist.

Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, ein paar "scienic views" am Wegesrand mitzunehmen. So wie diesen beeindruckenden Wasserfall:


Der Haken an der Sache: Der Zugang erfolgte über eine Kuhweide. Und die dort herumlungernden Jungtiere zeigten sich ob der Besucher sehr interessiert an einer Kontaktaufnahme. Klein Sancho war sichtlich irritiert. Keine Hunde, "aber was ist das?", fragte er. Verständlich: Auf Lanzarote gibt es nur wenig Kuhweiden. Ergo bellte er ("Anriff ist die beste Verteidigung") wie blöd. Die eine Kuh sprang weg, die nächste her und ich tappte von Kuhsch.... zu Kuhsch.... Ein netter kleiner Ausflug.
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Die Sonne schien derart stramm, dass wir die Gelegenheit nutzten, gleich mal den ersten Waschtag einzulegen - also nicht unseren, sondern den unserer Ober- und Unterbekleidung, logo!


Der Tag verging und der Abend nahte. Auch El Sancho saß auf der Veranda seiner Hütte. Die letzte Cohiba war leider schon aus, dennoch blickte er zufrieden in den Fjord hinaus - seinen Fjord...

Dummerweise sind wir trotz des morgendlichen Regenbeginns (der Herr der rollenden Hütte sprang beim ersten Tropfen vor selbige und durfte mal eben noch Stühle, Tisch und Fahrrad vor möglichen herannahenden Fluten in Trockenheit bringen) wieder eingeschlafen. Punkt zehn Uhr wachte ich dann wieder auf. Ute sanftest, wie immer, in den Morgen geleitet ("Eh! Aufstehen! Wetter ist sch...! Wir müssen los!"). Um kurz nach elf noch vom Würzburger VW-Bus-Pärchen verabschiedet und ab in Richtung Westen.
Hier folgte beim Städtchen Hella (ob das die norwegische Partnerstadt von Lippstadt ist?) eine für mich neue Lektion in Sachen Autofahren - ja, auch das soll es geben! Die geht so: Wenn es zwei Fahrspuren in einem Hafen gibt, über dem jeweils ein Schild mit einer anders lautenden Ortschaft prangt, dann hat das einen Grund!!! Den erfuhr ich/wir ungefähr nach 15 Minuten. Erst freuten wir uns wie die Regenkönige, dass wir es gerade noch auf die Fähre geschafft hatten. Das Salär für die geschätzt fünfmüntige Überfahrt kam uns mit 15 Euro zwar etwas hoch vor, aber mei: Norwegen halt - dachten wir. Doch als sich der Pfeil auf unserem Navi plötzlich auf dem anderen Gegenüber des Fjords positionierte, dämmerte es uns: Wir hatten prompt das falsche Schiff geentert. Klasse! Wir hätten ja nur zuvor fragen müssen, auf welche Fähre wir müssen. "Hötte hötte Fahrradkötte" wie der Norweger sagt. Jetzt war es zu spät. Also freundlichen Fährmann gefragt wie und wo wir "unser" Ufer erreichen. "Kein Problem", sagte der. Einfach runter vom Kahn und gleich wieder drauf. Und in Hella nochmal das gleiche und dann sind wir auch schon eine Stunde später in Dragsvik. Schitt happens... Zwei Mal 15 Euro plus das Ticket für die korrekte Tour. Eine nett-sinnlose und überteuerte Fährfahrt bei Regen hat auch was...und darüber hinaus.




Doch der Meister des Billet zeigte sich überaus kulant: Er schenkte uns glatt die Rückfahrt und - wie sich dann noch herausstellte - auch die "korrekte" Hinfahrt. So viel Entgegenkommen rang auch mir einen Griff zum Geldbeutel ab. Als er wieder vorbei kam, ich schnell Fensterheber runter und ihm umgerechnet 5 Euro hingestreckt: "For a coffee!" Doch der höfliche Norweger blieb bescheiden: "No, thanks, it's ok", sprach's. Und im selben Atemzug warf er ein "But have you got beer?" hinter. Ich sah Ute an, Ute mich. Eigentlich kannten wir solche Art von Fragen nur aus sehr südlich bzw. östlich gelegenen Reisedomizilen. Aber stimmt, da war was! In jedem Reiseführer steht zu lesen, dass das Land Norwegen nur so vor Öl strotzt. Den Bürgern enthält der reiche Staat Øl (Öl gesprochen = Bier)), ziemlich vor. Mit anderen Worten es ist schweineteuer (0,5 l Dose im Supermarkt = 2 bis 4, im Lokal bis zu 10 Euro!). Geistesgegenwärtig ich ein "of course" dem Fährmann zugeworfen und flugs eine Dose herrlichen Billig-Pilseners aus dem Schrank gekramt (Edeka, 35 Cent). Raus aus dem Womo und dem guten Mann unauffällig (überall Kameras!) während eines Kassiervorgangs in die Manteltasche gesteckt. Wie kleine "Gastgeschenke" die Herzen der Menschen fremder Länder erwärmen können. Als wir entgültig vom Schiff fuhren salutierte er uns sogar. Ein toller Menschenschlag diese Norweger!!!
Ähnlich holprig wie bis hierhin gestaltete sich unsere Weiterfahrt. Merke: Entlang eines Fjords kann man alles machen, nur nicht Strecke! Mit einem 45er-Schnitt krochen wir schließlich nordwärds, weg vom Sogne- hin zum Nord-Fjord. Wie die Straßen hier sind? Fragt nicht! Während der Engländer/Ire/Schotte selbst bei schmalsten Straßen immer noch einen Mittenstrich hinlegt (auch wenn jede Seite dann nur noch 1,20 m breit ist), spart sich der Norweger das einfach. Motto: Doof ist doof und eng ist eng, da helfen keine Pillen. Die Krux dabei: Hier brettern auch 38-Tonner über diese asphaltierten Wanderpfade (wie das Foto unserer vorgestrigen "Schneewanderung" zeigt). Entsprechend erschreckend gestaltet sich die Fahrt von Moment zu Moment, wenn wieder so ein Riesenteil den Weg kreuzt, der häufig komplett einspurig ist (mit Ausweichbuchten wie in den Bergen).

Doch die Nordmänner haben die Situation notleidender Touristen offenbar erkannt und bauen vielerorts am (maroden) Straßennetz. Anders als bei uns steht man da dann auch mal ne viertel Stunde oder so und wartet bis man die Stelle nach dem Gegenverkehr passieren darf. Aber: Ein freundlicher Bauarbeiter erklärt einem in perfektem Englisch die Situation und wünscht sogar noch einen "nice day". Welcher deutscher (gibt es solche überhaupt noch?) Bauarbeiter macht das? - auch wenn der Blick zur Windschutzscheibe hinaus so wie der ganze Tag schon bisher in die Kategorie "Bescheiden" einzuordnen ist.

Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, ein paar "scienic views" am Wegesrand mitzunehmen. So wie diesen beeindruckenden Wasserfall:


Der Haken an der Sache: Der Zugang erfolgte über eine Kuhweide. Und die dort herumlungernden Jungtiere zeigten sich ob der Besucher sehr interessiert an einer Kontaktaufnahme. Klein Sancho war sichtlich irritiert. Keine Hunde, "aber was ist das?", fragte er. Verständlich: Auf Lanzarote gibt es nur wenig Kuhweiden. Ergo bellte er ("Anriff ist die beste Verteidigung") wie blöd. Die eine Kuh sprang weg, die nächste her und ich tappte von Kuhsch.... zu Kuhsch.... Ein netter kleiner Ausflug.
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Schimmernde Halbschönheiten
Dienstag, 16. Juni 2015, 17:35
Wie bereits unten angedroht hier nach ein paar Eindrücke aus Norwegens größtem Automobilmuseum (laut Wikipedia). Die Ausstellungsstücke sind größtenteils "naturbelassen", sprich ziemlich vergammelt. Das gilt übrigens auch für das Gebäude selbst. Schade, dass man das man die guten Stücke nicht schöner/angemessener unterbringt bzw. präsentiert. Alles wirkt so, als hätte man es vor vielen Jahren darein "geschmissen" und die Tür nicht zugesperrt, sondern einen Aufpasser davor gesetzt, der, möchte man das ganze Elend betrachten, dafür auch noch die Hand aufhält! Nicht einmal für einen deutschen Motorjournalisten gab's Rabatt - Frechheit! Der Trick mit dem "any Discount for pressmembers?" hatte schon im Bauernmuseum nicht funktioniert. Denn Während das Automuseum nur 50 Kronen (ca. 6 Euro) Eintritt kostete, schlug die Altholzausstellung mit satten 150 Kronen zu Buche!!!
Ein stolzer Ein-/Anblick? Na ja...

Hier zuerst ausgesuchte Zweiradstücke. Man beachte die Halskrause (oder was ist das sonst) am linken Lenkerende. Sie bewahrte den norwegischen Mopedpiloten vermutlich vor einem eingefrorenen Kehlkopf im Winter...

Witziges Beispiel eines Roller-Winzlings:

Auch osteuroäische Zweiradwahre hatte es in der Vergangenheit nach Norwegen verschlagen:

Den Übergang vom Zwei- zum Vierrad markieren auch hier ein paar Kleinstwagen wie diese Isetta:

Schraubers paradise:

Auch Fans schwergewichtiger Motorisierung bekamen ein paar Stücke zu sehen. Der hier basaß eine für die Kriegs-/Nachkriegszeit typische Holzvergaßeranlage:

Nettes Display:

Merkwürdiges Display: ein aufgechnittener Volvo aus den neunzigern mit einem Wohnwagen aus den dreißiger Jahren:

Hier wieder was für unsere oststämmigen Leser/Kolllegen (für Dich lieber Jan! :-)): ein russischer Popeda M20 von 1956:

...und ein Skoda 1200 von 1955

Wer hat schon mal was von einer Formel 4 gehört? Muss wohl der norwegische Name für motorisierte Seifenkiste sein. Man beachte die filigrane und kunstvoll angefertigte Ausführung der Vorradaufhängung:

Auch im Museum dokumentiert: die norwegische Version des TÜVs/der HU. Man beachte die famos einfache Methode der Bremsenprüfung:

Wer denkt hier nicht auch einen Wartburg vor sich zu haben?

(ist aber ein sehr früher Datsun!)
Auch Norwegen hatte mal eine Automobilproduktion...besser gesagt Manufaktur. Dieser enstammt dieser sechsrädrige Mustad, der von 1917 bis 1927 gebaut wurde. Skurile Besonderheit: auch die vordere Hinterachse ist lenkbar!

Dieser Troll von 1956 besaß eine Gfk-Karosse und einen Zweizylindermotor. Gerade mal fünf wurden gebaut!

Nicht minder "seltsam" ist dieser Bjering von 1919/20, bei dem die maximal zwei Passagiere hintereinander sitzen. Der luftgekühlte V4 ist dabei in doppelter Hinsicht ein Mittelmotor: er sitzt zwischen Fahrer und Beifahrer!

Elektromobilität ist nicht neu in Norwegen, wie diese Sammlung beweißt:

Wollte immer schon mal einem Kewet El-Jet (1991-1998) unters Kunststoffkleid schauen:

Mit solchen Einfällen gewinnt man in Norwegen Preise für innovative Fahrradkonzepte::


Ein stolzer Ein-/Anblick? Na ja...

Hier zuerst ausgesuchte Zweiradstücke. Man beachte die Halskrause (oder was ist das sonst) am linken Lenkerende. Sie bewahrte den norwegischen Mopedpiloten vermutlich vor einem eingefrorenen Kehlkopf im Winter...

Witziges Beispiel eines Roller-Winzlings:

Auch osteuroäische Zweiradwahre hatte es in der Vergangenheit nach Norwegen verschlagen:

Den Übergang vom Zwei- zum Vierrad markieren auch hier ein paar Kleinstwagen wie diese Isetta:

Schraubers paradise:

Auch Fans schwergewichtiger Motorisierung bekamen ein paar Stücke zu sehen. Der hier basaß eine für die Kriegs-/Nachkriegszeit typische Holzvergaßeranlage:

Nettes Display:

Merkwürdiges Display: ein aufgechnittener Volvo aus den neunzigern mit einem Wohnwagen aus den dreißiger Jahren:

Hier wieder was für unsere oststämmigen Leser/Kolllegen (für Dich lieber Jan! :-)): ein russischer Popeda M20 von 1956:

...und ein Skoda 1200 von 1955

Wer hat schon mal was von einer Formel 4 gehört? Muss wohl der norwegische Name für motorisierte Seifenkiste sein. Man beachte die filigrane und kunstvoll angefertigte Ausführung der Vorradaufhängung:

Auch im Museum dokumentiert: die norwegische Version des TÜVs/der HU. Man beachte die famos einfache Methode der Bremsenprüfung:

Wer denkt hier nicht auch einen Wartburg vor sich zu haben?

(ist aber ein sehr früher Datsun!)
Auch Norwegen hatte mal eine Automobilproduktion...besser gesagt Manufaktur. Dieser enstammt dieser sechsrädrige Mustad, der von 1917 bis 1927 gebaut wurde. Skurile Besonderheit: auch die vordere Hinterachse ist lenkbar!

Dieser Troll von 1956 besaß eine Gfk-Karosse und einen Zweizylindermotor. Gerade mal fünf wurden gebaut!

Nicht minder "seltsam" ist dieser Bjering von 1919/20, bei dem die maximal zwei Passagiere hintereinander sitzen. Der luftgekühlte V4 ist dabei in doppelter Hinsicht ein Mittelmotor: er sitzt zwischen Fahrer und Beifahrer!

Elektromobilität ist nicht neu in Norwegen, wie diese Sammlung beweißt:

Wollte immer schon mal einem Kewet El-Jet (1991-1998) unters Kunststoffkleid schauen:

Mit solchen Einfällen gewinnt man in Norwegen Preise für innovative Fahrradkonzepte::


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"Klimakatastrophe"
Dienstag, 16. Juni 2015, 14:03
So liebe Daheimgebliebenen und hilflos der sengenden Hitze Ausgelieferte: Heute erzählen wir euch nicht wieder was von toller Landschaft und mäßigen Temperaturen und jeder Menge Wind. Das ist Schnee von vorgestern! Dafür hatten wir gestern den ultimativen Sommer-Overkill in Sachen Celsius und Co. Eigentlich wollten wir "nur" vom Städtchen Lillehammer ein bisschen gen Westen ziehen, nach Lom. Nachdem Monsieur Kfz-Meister die Abfahrt um eine gute Stunde verzögert hatte, da er unbedingt noch im Norwegischen Automobilmuseum vorbei schauen musste (ein schrecklich schönes und "verhautes" Museum, später mehr dazu), hatten wir unsere nächste Route lediglich bis zur Stadt Lom geplant. Die Anfahrt gestaltete sich noch "zuversichtlich"...

Dort hießen uns prickelnde 12 Grad (statt 17 wie in der Olympiastadt), die bei Windstärke 7 (oder so) gefühlte 5 Grad vorgaugelten sowie ein graues Firmament willkommen. Das animierte uns prompt zur zweistündigen und direkten Weiterfahrt zu unserem ersten und dem zugleich längsten Fjord Norwegens (Sogne-Fjord). Ein mega tolles Fleckchen Erde. Aber die Fahrt dorthin hatte ihren Preis!

Kaum aus Lom raus, wo wir auf die schnelle noch einer der berühmten "Stabkirchen" einen Besuch abgestattet hatten, wurden die Straße immer schmaler und zugleich steiler. Die Temperaturunzeige unseres Womos kletterte in falscher Richtung: zielstrebig in den einstelligen Bereich! Immer wieder machte ich, um unseren Wagemut zu dokumentieren, ein Foto des Amaturen-Displays (unten links!). Dabei folgte eines dem anderen! Sechs Grad, fünf Grad, vier Grad, drei Grad....Irgendwann sahen wir nicht nur schneebedeckte Berggipfel, Steigung nach Steigung waren wir schließlich mittendrin!


Bis zu 3,5 Meter hohe Schneewände türmten sich links und rechts von uns tapferen Campingrecken auf. Da wunderten wir uns nur noch mäßig als uns erst Langlauf-, dann Alpin-Skifahrer begneten. Die Straße war aber zum Glück trocken und schneefrei. Ich hatte mir schon überlegt, ob ich Ute im Falle, dass dem irgendwann nicht mehr so gewesen wäre, etwas von M+S-Freigabe und bedingter Schneeeignung unserer koreanischen Sommerreifen hätte erzählen sollen, die ich ja unbedingt zusammen mit den größeren 16-Zoll-Alus fünf vor Abfahrt gegen die Serien-Allwetterreifen aus dem unbedeutenden Haus Pirelli tauschen musste. Aber dies war zum Glück nicht nötig. Tapfer- ach was sage ich - locker zog der solide-brummige PSA-Diesel mit seinen 350 Nm und 150 PS unsere geschätzten 3,3, Tonnen den Berg hoch. Der, so erzählte mir Ute eben, "nebenbei" die höchste Passstraße Nordeuropas bietet.

Das Kleine am Bildrand rechts sind die Skifahrer! :-)

Satte 2.469 Meter hatten wir erklommen! Die gingen natürlich auf der anderen Seite wieder runter. Ein kurzer Zwischenstop Marke "Hundeblase: next exit" brachte sogleich diesen bekannten, nach verbranntem Reibbelag riechenden Geruch in mein feines Näschen. Die vorderen Bremsen hatten soeben ihre Jungfräulichkeit verloren und die Bremsscheiben ihr einst grau-silbernes Erscheinungsbild gegen einen solches in Blau getauscht. Aber noch im grünen Bereich eroierte da das geschulte Kfzler-Auge.

Mit der fallenden Höhe stiegt auch die Temperatur und damit unsere Laune. Nach einer weiteren Stunde kamen wir bei Sonnenschein und skandinavisch sommerlichen 12 Grad auf dem Kjörnes-Campingplatz an. Eine Überraschung dann gleich beim Einchecken. Ein blauer T4-Bus hielt neben mir an und sein Fahrer schmarrte etwas von Underfrangn und Wörzburch. Johannes und Christina heißen die beiden, ein Pärchen aus unserer Wahlheimat (Semmelstraße um genau zu sein!). Und sie arbeiten beide nicht nur ebenso in der gleichen Firma, sondern auch noch beim Autohaus Spindler. Die Welt ist schon ein Dorf, oder? Nachdem Johannes mir seinen hübschen VW-Bus inklusive Vorzelt und Anhänger gezeigt hatte, konterten wir mit einer Einladung in unser Mobil (die Norweger sagen zum Wohnmobil "Bobil" :-)). Ein leckeres Abendmahl (Ute Faffaletaler und ich spanischer Linseneintopf mit scharfen Chorizos) vor malerischer Uferkulisse war der Lohn der harten Fahrarbeit.

Leider sanken die Temperatur mit Untergang der Sonne im Womo wieder ziemlich stark, worauf ich zum ersten Mal die Gasheizung anstellte. Die Nacht ging aber auch gut ohne sie. Das sparte uns so wertvollen Gasvorrat. Denn EU sei nicht Dank gibt es in Europa angeblich 300 (!) verschiedene Gasflaschen und Anschlüsse. Und deutsche Flaschen füllt einem niemand in Norwegen auf. Die Parole also: haushalten! Für das Einsparen unseres Propan-Brutan-Haushalts sorgte nebenbei bemerkt auch die Lenkersmahlzeit. Die produzierte jede Menge wärmendes Methan...:-)
Auf dieses, vermutlich mehrheitlich von ihren Kühen produziertes, setzten auch die Bauern in der Frühzeit. Diesen Eindruck jedenfalls konnten wir bei einem Besuch des "Maihaugen", eines großen Freiland-/Bauernmuseums in Lillehammer gewinnen. Rund 200 Gebäude haben sie dort zusammengesammelt und nett arrangiert.




Dass entgegen anders lautender Aussagen das Interesse und geschichtliche Verständnis von Hunden für die einstigen Heime ihrer Herrchen- und Frauchchenvorfahren sehr groß ist, zeigen folgende Aufnahmen. Mit ausgeprägter Wissebegier schaute Sancho in jedes einzelne Haus!



Während der Fokus Gebäuden des 14. bis 18. Jahrhundert liegt, gab es auch eine "neuzeitliche" Ecke des 19. Jahrhunderts. Und ein Postmuseum. Das beinhaltete neben einer hübschen Schusswaffensammlung, die im Schriftzug "Norwegische Post" trapiert war (Dumme Frage Touri: Was haben die mit der norwegischen Post zu tun? Klare Antwort Infomensch: Früher transportieren Postboten auch Geld. Ergo diente eine Wumme dazu, jedem Empfänger auch den vollen Geldbetrag auszahlen zu können!) Verstehe....

An dieser Stelle gleich mal wieder, bevor wir tiefer in die automobile Matrie einsteigen wollen, eine kleine Fahzeug-Gewinnspielfrage (quasi zum warmwerden! :-)): Auf Basis welches Fahrzeugmodell/Marke entstand dieser coole Paket-/Briefzustellwagen? Tipp: Man beachte die Felgen/Radkappen!

Bereits tagszuvor zuvor (im Anschluss an unseren Bauernmuseumsbesuch) hatten wir dem Zentrum Lillehammers einen kurzen Besuch abgestattet. Die Fußgängerzone sollte laut Reiseführer mit "netten alten Holzhäusern" und "hübschen Geschäften" aufwarten. Diese Beschreibung entsprang in Sachen Qualität und Wahrheitsgehalt eher einem Werbeprospekt. Sah alles ein bisschen heruntergekommen aus.


Definitiv Holz:

Beispiel für Sparmaßnahmen norwegischer Gastronome:

Gäggig hingegen diese einfallsreiche Fiat-"Werbeplakat":

Dass es "echt" war, zeigt die Aufnahme von unten! :-)

Erreichen konnten wir das Zentrum bequem zu Fuß von unserem temporären Headquarter, dem Campingplatz am Mjosa-See, der sich trot "Großstadt" ruhig und hübsch gelegen zentral befand. Mit schlappen 100 Km Länge ist er der größte See Norwegens!

Ein anderes "Superlativ" un an dieser Stelle einmal nur kurz angemerkt: Norwegen kommt im Vergleich zu Schweden deutlich "lidschäftig" daherkommt. Alles ein bisschen verbraucht, hier und da Dreck und Abfall in den Rinnsteinen, die Straßen nicht besonders toll in Schuss. Und auch die Häuse/Gärten zeigen lang nicht diesen Hang zum Perfekten wie bei den östlichen Nachbarn. Das hatten wir nicht bzw. eher umgekehrt erwartet und dass, wo Norwegen doch das reichste Land Europas und eines der Welt sein.- soll. Hier das Beispiel eines Gartens eines typischen Norweger-Anwesens: :-)

Aber: Die Menschen sind alle sehr freundlich und hilsbereit. Mal abgesehen von manchem Busfahrer! Einer dieser hatte uns gestern nämlich unser Womo "abgechossen". An einer Engstelle - wir standen deshalb bereits soweit recht wie irgendwie - rammte der einfach unseren Außenspiegel, der A....! Trotz Hupkonzert fuhr einfach langsam weiter. Zum Glück war der Schaden gering (Streifschuss am Seitenblinker im Außenspiegel), denn der Bus hatte genau auf dieser Höhe eine umlaufende Gummleiste. Wie es wohl zu diesem Extra an norwegischen Überlandbussen kam???

Dort hießen uns prickelnde 12 Grad (statt 17 wie in der Olympiastadt), die bei Windstärke 7 (oder so) gefühlte 5 Grad vorgaugelten sowie ein graues Firmament willkommen. Das animierte uns prompt zur zweistündigen und direkten Weiterfahrt zu unserem ersten und dem zugleich längsten Fjord Norwegens (Sogne-Fjord). Ein mega tolles Fleckchen Erde. Aber die Fahrt dorthin hatte ihren Preis!

Kaum aus Lom raus, wo wir auf die schnelle noch einer der berühmten "Stabkirchen" einen Besuch abgestattet hatten, wurden die Straße immer schmaler und zugleich steiler. Die Temperaturunzeige unseres Womos kletterte in falscher Richtung: zielstrebig in den einstelligen Bereich! Immer wieder machte ich, um unseren Wagemut zu dokumentieren, ein Foto des Amaturen-Displays (unten links!). Dabei folgte eines dem anderen! Sechs Grad, fünf Grad, vier Grad, drei Grad....Irgendwann sahen wir nicht nur schneebedeckte Berggipfel, Steigung nach Steigung waren wir schließlich mittendrin!


Bis zu 3,5 Meter hohe Schneewände türmten sich links und rechts von uns tapferen Campingrecken auf. Da wunderten wir uns nur noch mäßig als uns erst Langlauf-, dann Alpin-Skifahrer begneten. Die Straße war aber zum Glück trocken und schneefrei. Ich hatte mir schon überlegt, ob ich Ute im Falle, dass dem irgendwann nicht mehr so gewesen wäre, etwas von M+S-Freigabe und bedingter Schneeeignung unserer koreanischen Sommerreifen hätte erzählen sollen, die ich ja unbedingt zusammen mit den größeren 16-Zoll-Alus fünf vor Abfahrt gegen die Serien-Allwetterreifen aus dem unbedeutenden Haus Pirelli tauschen musste. Aber dies war zum Glück nicht nötig. Tapfer- ach was sage ich - locker zog der solide-brummige PSA-Diesel mit seinen 350 Nm und 150 PS unsere geschätzten 3,3, Tonnen den Berg hoch. Der, so erzählte mir Ute eben, "nebenbei" die höchste Passstraße Nordeuropas bietet.

Das Kleine am Bildrand rechts sind die Skifahrer! :-)

Satte 2.469 Meter hatten wir erklommen! Die gingen natürlich auf der anderen Seite wieder runter. Ein kurzer Zwischenstop Marke "Hundeblase: next exit" brachte sogleich diesen bekannten, nach verbranntem Reibbelag riechenden Geruch in mein feines Näschen. Die vorderen Bremsen hatten soeben ihre Jungfräulichkeit verloren und die Bremsscheiben ihr einst grau-silbernes Erscheinungsbild gegen einen solches in Blau getauscht. Aber noch im grünen Bereich eroierte da das geschulte Kfzler-Auge.

Mit der fallenden Höhe stiegt auch die Temperatur und damit unsere Laune. Nach einer weiteren Stunde kamen wir bei Sonnenschein und skandinavisch sommerlichen 12 Grad auf dem Kjörnes-Campingplatz an. Eine Überraschung dann gleich beim Einchecken. Ein blauer T4-Bus hielt neben mir an und sein Fahrer schmarrte etwas von Underfrangn und Wörzburch. Johannes und Christina heißen die beiden, ein Pärchen aus unserer Wahlheimat (Semmelstraße um genau zu sein!). Und sie arbeiten beide nicht nur ebenso in der gleichen Firma, sondern auch noch beim Autohaus Spindler. Die Welt ist schon ein Dorf, oder? Nachdem Johannes mir seinen hübschen VW-Bus inklusive Vorzelt und Anhänger gezeigt hatte, konterten wir mit einer Einladung in unser Mobil (die Norweger sagen zum Wohnmobil "Bobil" :-)). Ein leckeres Abendmahl (Ute Faffaletaler und ich spanischer Linseneintopf mit scharfen Chorizos) vor malerischer Uferkulisse war der Lohn der harten Fahrarbeit.

Leider sanken die Temperatur mit Untergang der Sonne im Womo wieder ziemlich stark, worauf ich zum ersten Mal die Gasheizung anstellte. Die Nacht ging aber auch gut ohne sie. Das sparte uns so wertvollen Gasvorrat. Denn EU sei nicht Dank gibt es in Europa angeblich 300 (!) verschiedene Gasflaschen und Anschlüsse. Und deutsche Flaschen füllt einem niemand in Norwegen auf. Die Parole also: haushalten! Für das Einsparen unseres Propan-Brutan-Haushalts sorgte nebenbei bemerkt auch die Lenkersmahlzeit. Die produzierte jede Menge wärmendes Methan...:-)
Auf dieses, vermutlich mehrheitlich von ihren Kühen produziertes, setzten auch die Bauern in der Frühzeit. Diesen Eindruck jedenfalls konnten wir bei einem Besuch des "Maihaugen", eines großen Freiland-/Bauernmuseums in Lillehammer gewinnen. Rund 200 Gebäude haben sie dort zusammengesammelt und nett arrangiert.




Dass entgegen anders lautender Aussagen das Interesse und geschichtliche Verständnis von Hunden für die einstigen Heime ihrer Herrchen- und Frauchchenvorfahren sehr groß ist, zeigen folgende Aufnahmen. Mit ausgeprägter Wissebegier schaute Sancho in jedes einzelne Haus!



Während der Fokus Gebäuden des 14. bis 18. Jahrhundert liegt, gab es auch eine "neuzeitliche" Ecke des 19. Jahrhunderts. Und ein Postmuseum. Das beinhaltete neben einer hübschen Schusswaffensammlung, die im Schriftzug "Norwegische Post" trapiert war (Dumme Frage Touri: Was haben die mit der norwegischen Post zu tun? Klare Antwort Infomensch: Früher transportieren Postboten auch Geld. Ergo diente eine Wumme dazu, jedem Empfänger auch den vollen Geldbetrag auszahlen zu können!) Verstehe....

An dieser Stelle gleich mal wieder, bevor wir tiefer in die automobile Matrie einsteigen wollen, eine kleine Fahzeug-Gewinnspielfrage (quasi zum warmwerden! :-)): Auf Basis welches Fahrzeugmodell/Marke entstand dieser coole Paket-/Briefzustellwagen? Tipp: Man beachte die Felgen/Radkappen!

Bereits tagszuvor zuvor (im Anschluss an unseren Bauernmuseumsbesuch) hatten wir dem Zentrum Lillehammers einen kurzen Besuch abgestattet. Die Fußgängerzone sollte laut Reiseführer mit "netten alten Holzhäusern" und "hübschen Geschäften" aufwarten. Diese Beschreibung entsprang in Sachen Qualität und Wahrheitsgehalt eher einem Werbeprospekt. Sah alles ein bisschen heruntergekommen aus.


Definitiv Holz:

Beispiel für Sparmaßnahmen norwegischer Gastronome:

Gäggig hingegen diese einfallsreiche Fiat-"Werbeplakat":

Dass es "echt" war, zeigt die Aufnahme von unten! :-)

Erreichen konnten wir das Zentrum bequem zu Fuß von unserem temporären Headquarter, dem Campingplatz am Mjosa-See, der sich trot "Großstadt" ruhig und hübsch gelegen zentral befand. Mit schlappen 100 Km Länge ist er der größte See Norwegens!

Ein anderes "Superlativ" un an dieser Stelle einmal nur kurz angemerkt: Norwegen kommt im Vergleich zu Schweden deutlich "lidschäftig" daherkommt. Alles ein bisschen verbraucht, hier und da Dreck und Abfall in den Rinnsteinen, die Straßen nicht besonders toll in Schuss. Und auch die Häuse/Gärten zeigen lang nicht diesen Hang zum Perfekten wie bei den östlichen Nachbarn. Das hatten wir nicht bzw. eher umgekehrt erwartet und dass, wo Norwegen doch das reichste Land Europas und eines der Welt sein.- soll. Hier das Beispiel eines Gartens eines typischen Norweger-Anwesens: :-)

Aber: Die Menschen sind alle sehr freundlich und hilsbereit. Mal abgesehen von manchem Busfahrer! Einer dieser hatte uns gestern nämlich unser Womo "abgechossen". An einer Engstelle - wir standen deshalb bereits soweit recht wie irgendwie - rammte der einfach unseren Außenspiegel, der A....! Trotz Hupkonzert fuhr einfach langsam weiter. Zum Glück war der Schaden gering (Streifschuss am Seitenblinker im Außenspiegel), denn der Bus hatte genau auf dieser Höhe eine umlaufende Gummleiste. Wie es wohl zu diesem Extra an norwegischen Überlandbussen kam???
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Der erste Fjord
Dienstag, 16. Juni 2015, 01:16
Stehen heute an unserem ersten Fjord. Die Fahrt hierher war sehr abenteuerlich. Zwischendrin standen wir in einem Skigebiet mit meterhohem Schnee und lauter Wintersportlern um uns herum. Und die ersten Würzburger haben wir heute auch getroffen, arbeiten beide auch noch bei Spindler. So klein ist die Welt. Meine Kamera hat gestern leider ihren Geist aufgegeben, respektive der Akku, sodass ich mir heute eine neue kaufen musste und keine Bilder machen konnte, was wirklich sehr schade war. Die Kälte macht uns heute etwas zu schaffen. Dafür ist es aber wenigstens trocken und meistens sonnig, allerings nur bei 13 Grad und einem eiskalten Wind. Sommerurlaub stellt man sich gemeinhin anders vor. Aber die Würzburger meinten, dass sie mit Leuten gesprochen haben, die vor zwei Wochen aus Norwegen zurückkamen und nur Regen hatten, insofern können wir uns wohl glücklch schätzen. Den ausführlichen Bericht und die passenden Bilder gibt es dann morgen. Übrigens ist es jetzt 23.14 Uhr und immernoch ziemlich hell. Man denkt immer, dass es 3 Stunden früher ist, was einen ziemlich verwirrt.
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